Mittwoch, 3. Oktober 2012

Arnold Schönberg - Ein Überlebender aus Warschau

Während meiner Tätigkeit beim Internationalen Musikinstitut in Darmstadt während der 90er Jahre habe ich einige sehr alte Tonband Aufnahmen aus den Jahren 1948 bis ca. 1960 u.a. von Arnold Schönberg Stücken liebevoll restauriert und zur Archivierung für das Audioarchiv des Institutes von alten Rundfunkbandmaschienen (u.a. AEG Telefunken M10) auf DAT Bänder gesichert. Bereits damals hatte mich die Wucht, die Intensität und der Schrecken des "Überlebenden aus Warschau" gefesselt.

Eher zufällig bin ich nun wieder über das Stück gestolpert, da ich nach aktuellen Aufnahmen meines Schulfreundes Wieland Satter stöberte. Wie ich meine ist ihm eine hervorragende Interpretation gelungen - ganz im Sinne Schönbergs:
„[…] Sie [die Sprechstimme] darf niemals so musikalisch ausgeführt werden wie meine anderen strengen Kompositionen. Niemals darf gesungen werden, niemals darf eine wirkliche Tonhöhe erkennbar sein. Das heißt, dass nur die Art der Akzentuierung gemeint ist. […] Das ist sehr wichtig, weil durch Singen Motive entstehen und Motive ausgeführt werden müssen. Motive erzeugen Verpflichtungen, die ich nicht erfülle“

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_%C3%9Cberlebender_aus_Warschau)
Beim Anhören der feinzeichnenden Originalaufnahme spürte ich, dass hier vielleicht noch etwas Optimierungspotential in den Audiospuren stecken dürfte und habe versucht dieses Potential und die enthaltene Dynamik für den geneigten Hörer zu heben.

Hier ist nun das Ergebnis: